Wettbewerbsvorteil durch Werbeartikel?

Während im Marketing viele Budgets in digitale Kanäle, Kampagnen oder KI-basierte Tools fließen, wird ein Klassiker oft übersehen: Der Werbeartikel.

Der unterschätzte Wirtschaftsfaktor

Während im Marketing viele Budgets in digitale Kanäle, Kampagnen oder KI-basierte Tools fließen, wird ein Klassiker oft übersehen: Der Werbeartikel. Dabei ist er nicht nur ein „Give-away“ – sondern ein messbarer, strategischer Wirtschaftsfaktor. Werbeartikel wirken – und zwar genau dort, wo Markenbindung entsteht: im Alltag.

Gerade in Zeiten knapper Budgets und wachsender Konkurrenz ist ihre Rolle aktueller denn je: Sie schaffen Präsenz, Vertrauen – und im besten Fall echte Differenzierung.

Werbeartikel als Performance-Treiber – unterschätzt, aber effektiv

Zahlreiche Studien zeigen: Haptische Werbung wirkt langfristiger als digitale Reize. Sie bleibt besser im Gedächtnis, erzeugt positive Assoziationen und stärkt die Markenbindung. Laut einer Erhebung des GWW e.V. (Gesamtverband der Werbeartikel-Wirtschaft) erinnern sich 95 % der Empfänger an die Marke hinter dem Artikel – ein Wert, den kaum ein anderes Medium erreicht.

Auch ökonomisch ist das relevant: Der Werbeartikel hat einen der niedrigsten TKPs (Tausender-Kontakt-Preis) im Vergleich zu klassischen Medien – bei gleichzeitig hoher Reichweite und Alltagsnähe.

Werbeartikel neu gedacht – von der Streuware zum Markeninstrument

Die Branche hat sich gewandelt: Weg vom billigen Kugelschreiber hin zum hochwertigen Markenprodukt, das Teil eines Markenerlebnisses wird. Viele Unternehmen setzen Werbeartikel heute strategisch ein – etwa zur Mitarbeiterbindung, als Bestandteil von Employer Branding oder im B2B-Vertrieb zur gezielten Ansprache.

Entscheidend ist dabei: Relevanz. Der Artikel muss zur Marke, zur Zielgruppe und zur Situation passen. Wer das berücksichtigt, kann seine Marke subtil, aber nachhaltig verankern – im Gegensatz zu kurzfristigen Push-Kampagnen.

Wirtschaftlicher Hebel auch für den Mittelstand

Gerade für kleine und mittlere Unternehmen sind Werbeartikel ein hocheffizientes Mittel zur Markenpflege. Denn anders als viele digitale Maßnahmen sind sie skalierbar, flexibel einsetzbar und nah an den Menschen.

Ob auf Messen, im Onboarding, im Service oder als Dankeschön: Werbeartikel erzeugen emotionale Momente, die sich langfristig auf Kundenbindung und Empfehlungsrate auswirken – messbar und effizient.

Neue Anforderungen an Markenkommunikation – analoge Touchpoints mit digitalem Mindset

Kund*innen erwarten heute konsistente, glaubwürdige Kommunikation – offline wie online. Ein durchdachter Werbeartikel kann hier eine Brücke schlagen: Vom haptischen Erlebnis zur digitalen Interaktion. Ob QR-Codes, verknüpfte Content-Plattformen oder als Teil einer Storytelling-Kampagne – das Potenzial ist groß, wenn analog und digital zusammengedacht werden.

Werbeartikel bieten nicht nur Sichtbarkeit, sondern auch Erlebnis. Und genau das wird in einem überreizten Markt zum entscheidenden Vorteil.

Fazit: Werbeartikel sind Wirtschaftsfaktor, nicht Beiwerk

Die Werbeartikelbranche hat sich professionalisiert – mit neuen Anforderungen, aber auch neuen Chancen. Wer ihre Möglichkeiten strategisch nutzt, verschafft sich echte Wettbewerbsvorteile: mehr Sichtbarkeit, mehr Bindung, mehr Wirkung.

In einem Markt, der von Austauschbarkeit geprägt ist, können es genau diese kleinen, durchdachten Berührungspunkte sein, die den Unterschied machen – zwischen Marke und Mitläufer.

Autor: Steven Baumgaertner, zuerst erschienen auf marketing-boerse.de