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Dienstag, 29-08-2017

cyber-Wear trägt erneut zur Integration eines Flüchtlings bei

Samba Bah aus Gambia verstärkt seit Anfang des Monats das Lager-Team

Nachdem cyber-Wear seit der großen Flüchtlingswelle 2015 immer wieder Praktikumsplätze und Stellen an neue Mitbürger, u.a. aus Syrien und Nigeria, vergeben hat, kommt der neueste Team-Zuwachs aus Gambia in Westafrika. Samba Bah ist 2016 mit dem Schiff nach Italien geflohen und dann per Bus nach Deutschland gekommen, wo er jetzt in einer Flüchtlings-WG in Hockenheim lebt. Nachdem er zunächst bei einem Personaldienstleister angestellt war, hat er jetzt eine weitere Arbeitserlaubnis erhalten und arbeitet seit dem 1. August 2017 im Lager am cyber-Wear-Hauptsitz in Dossenheim mit. Der Mitzwanziger hatte in seiner Heimat bereits als Hausmeister, Lagermitarbeiter, Gärtner und Feuerwehrmann gearbeitet, dort aber keine Perspektive für sich und seine Familie gesehen. Nach der Scheidung von seiner Frau lebt sein kleiner Sohn noch dort bei Sambas Mutter – die beiden von Deutschland aus zu versorgen, dürfte die größte Motivation des neuen cyber-Wear-Mitarbeiters sein.

Gambia gehört zu den zwanzig ärmsten Ländern der Erde. Tausende Menschen fliehen jedes Jahr aus der ehemaligen britischen Kolonie ins Ausland. In Deutschland stellten 2015 rund 3.000 Gambier einen Asylantrag. Das flächenmäßig kleinste Land des afrikanischen Kontinents war damit hinter Eritrea, Somalia und Nigeria das viertgrößte Herkunftsland afrikanischer Flüchtlinge in Deutschland. Nach Unruhen und der Verhängung des Ausnahmezustands zum Jahreswechsel 2016/2017 konnte nach 22 Jahren ein Machtwechsel in letzter Minute unblutig vollzogen werden. Der aus dem Amt geschiedene ehemalige Staatschef, dem u.a. die Ermordung etlicher politischer Gegner zur Last gelegt wird, soll dabei allerdings die Staatskassen völlig geplündert haben.