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Mittwoch, 16-01-2019

Werbeartikeljahr 2018 der "Werbeartikel Nachrichten"

Die Fachzeitschrift WN befragt regelmäßig Meinungsführer zu Entwicklungen und Trends in der Werbemittelbranche. Das Fazit: Mit vielen konträren Aufgabenstellungen sieht sich derzeit die Branche konfrontiert und das in einem politisch hochbrisanten und fragilen Umfeld.

Regelmäßig in der Januarausgabe gibt die WA Nachrichten, europäische Fachzeitschrift der Werbemittelbranche, einen Rückblick auf das vergangene Werbemitteljahr. Anhand einer Umfrage unter Lieferanten und Händlern in ganz Europa kristallisieren sich die jeweils besonderen Herausforderungen der Branche heraus. Nachhaltigkeit vs. Preisoptimierung. Automatisierung der Prozesse vs. Wunsch nach mehr Individualisierung. Schnelle Lieferung vs. Qualitätskontrolle. Digitalisierung der Kommunikation vs. direkter persönlicher Kontakt. Im Zuge dessen sprach die WN auch mit Steven Baumgärtner, Geschäftsführer der Cybergroup.

 

Wie entwickeln sich die Importmärkte, und welche Rolle spielt China dabei?

Für uns ist China nach wie vor einer unserer wichtigsten Beschaffungsmärkte, wenngleich der Preiskampf z.T. irrwitzige Formen annimmt und extrem ausartet. Außerdem werden Importe aus Drittländern immer komplexer, und die Qualitätsansprüche der Kunden wachsen. Letzteres ist jedoch dringend notwendig, da noch immer zu viele Produkte in Umlauf gebracht werden, die in keiner Form Regularien, Gesetzen und Normen entsprechen.

 

Was unternehmen Sie selbst, um sich bzgl. Qualitätsstandards, CSR und der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben abzusichern?

Seit 2016 hat cyber-Wear eine eigene Abteilung für die Themen, in der globale Anforderungen dokumentiert werden und die täglich Sorge trägt, dass wir stets auf dem aktuellen Stand sind. Bei der Überwachung und Absicherung unserer Lieferketten arbeiten alle Standorte weltweit eng zusammen.

 

Welche Rolle nimmt E-Commerce bei cyber-Wear ein?

Wir haben bereits 2001 unseren ersten B2B-Shop programmiert – seitdem ist das Entwickeln und Beitreiben von teils sehr komplexen Shopsystemen im B2B- und B2C- Bereich eine unserer Kernkompetenzen. Mittlerweile arbeiten wir mit 16 Mitarbeitern in der IT an diversen globalen Shops.

 

Wie beurteilen Sie den neuen Messeverbund aus PSI, viscom und der erstmalig stattfindenden PromoText Expo?

Meiner Meinung nach ist der neue Messeverbund eine positive Entwicklung für die PSI-Messe, aber auch für die gesamte Branche. Die PSI-Messe ist die hochwertigste und professionellste Plattform, die die Branche weltweit zu bieten hat. Die Vergrößerung des Portfolios und damit der auch der Besuchergruppe wird sich sicherlich positiv auswirken – wir stellen bereits jetzt ein gesteigertes Interesse seitens unserer Kunden fest.

 

Welche Produkttrends sind derzeit aktuell? Was fordert der Anwender?

Wir merken, dass die Kunden immer individuellere und nachhaltigere Produkte einsetzen wollen, während die Budgets teils stark reduziert werden. Viele Kunden wünschen zudem konzeptionelle Produktentwicklungen, die Teil einer ganzen Kollektion sind, anstelle einzelner Artikel.[1]



[1] WA Media, Nr. 381,  Ausgabe Januar 2019, Seite 40 - 81