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Montag, 27-01-2020

Wie wird eigentlich ein Bonbon hergestellt?

Nach dem CG Live Talk bei dem Bonbonspezialisten JUNG vergangenen Dezember, durften wir eine Führung durch die gesamte Bonbonfabrik machen und das Geheimnis, wie genau ein Bonbon hergestellt wird, wurde gelüftet.

Nach dem spannenden und interessanten CG Live Talk im einzigartigen Bonbonmuseum von JUNG in Vaihingen an der Enz, hatten wir die Ehre einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und machten einen Rundgang durch die Bonbonfabrik. Mit dabei waren Arne Paul Bender, Geschäftsführer, Joachim Roth, Produktionsleiter, Steven Baumgärtner, Michael und ich, Melina, aus dem Social Media Team.

 

Bevor wir die Produktion betreten durften, mussten wir strenge Hygienevorschriften beachten. Dazu gehörten beispielsweise der weiße Overall und das Haarnetz. Zuletzt wurden die Hände desinfiziert und hinein ging’s dann endlich in die Produktion. Das erste was ich wahrnahm neben großen, lauten Maschinen war der leckere süßliche Bonbongeruch.

 

Joachim Roth erklärte uns Anfängern mit seiner langjährigen Erfahrung jeden einzelnen Schritt einfach aber sehr anschaulich. Den Anfang jedes Bonbons machen die Bestandteile Zucker, Wasser und Glucose-Sirup, die in großen Tanks gelagert und warmgehalten werden. Glucose wird hergestellt aus Mais, Kartoffel- oder Weizenstärke und hat die Eigenschaft Zucker zu spalten. Durch diesen Prozess erhält das Bonbon erst seine Plastizität.

 

In einem großen Edelstahlbehälter werden dann die verschiedenen Bestandteile hinzugegeben und gemischt. Im Fachjargon wird das Gemisch aus Zucker, Wasser und Glucose-Sirup auch „Snörri“ genannt. Es ist handwarm und es kann noch kein spezieller Geschmack definiert werden. Über große Leitungen und einer Pumpe wird dieses Gemisch zur Kochstation gebracht. In einem großen Kupferkessel wird die Masse mit 142 Grad Celsius gekocht. Nach dem Abfüllen in den Transportwagen geht es zur Aroma-Station, in der zum ersten Mal die geschmackliche Rezeptur des Bonbons zum tragen kommt. Die entsprechenden Aromen werden hinzugegeben und anschließend wird die Bonbonmasse geknetet. Geknetet werden muss die Masse, weil sie nach dem Kochen zäh ist, aber eine weichere Plastizität erhalten muss. Bei dem Vorgang wird die Masse auf einem großen Teller zudem auf 80 Grad abgekühlt. Die Bonbonmasse läuft nach dem Kneten über zwei Förderbänder und wird vorher gewalzt, damit die Luft entweicht.

 

Über eine trichterförmige Spezialwalze wird die Masse daumenbreit zu einem Strang geformt. Sie ist jetzt nur noch handwarm. Der Strang läuft durch einen Prägekopf, der je nach gewünschter Form die Bonbons prägt. Im Anschluss werden die einzelnen Bonbons in einer Kühlstraße gehärtet. Danach werden sie in den gewünschten Werbetütchen verschweißt oder gewickelt.

 

So einfach, aber doch so viel Erfahrung benötigt die Herstellung von Bonbons. Nicht umsonst ist JUNG eine der ältesten Bonbonfabriken Deutschlands. Schon im Jahr 1828 unternahm JUNG die ersten Versuche, das Geheimnis, um das Bonbon-Kochen auf die Spur zu kommen. Seitdem haben sie sich in der Bonbonherstellung etabliert und haben mittlerweile sogar ihr eigenes Bonbonmuseum. Das einzige Bonbonmuseum deutschlandweit.

 

 


   Melina Lukasseck
, Social Media Team 
   Team Member since 2017