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Freitag, 20-07-2018

Was bedeutet das Thema Nachhaltigkeit im Bereich Werbemittel?

Nachhaltigkeit ist was für Ökos und Baum-Umarmer? Dieses Klischee ist längst überholt. „Grünes Denken“ setzt sich immer mehr durch. Nachhaltigkeit ist nicht einfach ökologisch, sondern mit Hinblick auf eine lebenswerte Zukunft eigentlich Pflicht und wird für Unternehmen zum immer wichtigeren Wettbewerbsfaktor.

Cybergroup hat sich bei seinen Partnern umgehört und nachgefragt, was Nachhaltigkeit für die Lieferanten bedeutet. Mit einer Strategie, die Umweltfreundlichkeit und soziale Standards beinhaltet, kann das Vertrauen der Kunden gewonnen und erhalten werden. Umgekehrt ist dieses Vertrauen schnell verspielt, wenn billig produzierte, schlecht durchdachte Werbemittel den kritischen Konsumenten vor den Kopf stoßen. Die Lohas („Lifestyle of Health and Sustainability“) von heute sind eine begehrte  Zielgruppe, sie verdienen gutes Geld, haben oft selbst Kinder, sind gut informiert und sensibel was Müllvermeidung betrifft.

 

Werbemittel sind immer ein Spiegel aktueller Trends und gesellschaftlicher Themen, so dass auch die Werbemittelbranche sich immer intensiver mit nachhaltigen Produkten und Prozessen auseinandersetzt. Standen die Begriffe Nachhaltigkeit und Werbemittel vor einigen Jahren noch im Widerspruch, hat sich seither viel getan. Wichtig dabei ist vor allem wegzukommen vom Wegwerfartikel hin zum wirklichen Werbe-“Geschenk“. Lieber weniger streuen dafür hochwertigere Produkte, die länger halten, gerne und lange vom Konsumenten genutzt und damit auch häufiger gesehen werden. So lässt sich der nachhaltige Effekt doppelt erzielen: im Sinne der Umwelt und des Werbe-Budgets des Auftraggebers.

 

Die offensichtlichste Möglichkeit, ein haptisches Produkt nachhaltig zu gestalten, ist das Material, aus dem es besteht, umweltfreundlich zu wählen. Oft besinnen sich Produzenten zurück auf „alte“, natürliche Materialien, wie Holz, Bambus, Papier oder  Baumwolle. Bei natürlichen Materialien ist neben der nachhaltigen Erzeugung, wie zum Beispiel der FSC-Zertifizierung bei Holz und dem biologischen Anbau bei Baumwolle auch auf Einfuhrbestimmungen in die Zielländer zu achten. Daneben entstanden und entstehen in den vergangenen Jahren immer wieder spannende, alternative Materialien wie vegane Leder aus Papier, Papier aus Grasschnitt oder Apfelresten, Plastik aus Mais oder Bambus und mehr. Manche dieser Ideen sollten kritisch hinterfragt werden, sind aber für sich sicherlich ein Signal und ein Schritt in die richtige Richtung. Nachhaltigkeit muss nicht zu Lasten des Designs gehen und kann durchaus schick sein. So entstehen mit diesen Materialien oft gleichzeitig ganz neue Produktideen.

 

Da sich das Thema durch die Wertschöpfungskette zieht, sind auch während der Produktion soziale und ökologische Kriterien zu beachten, die anhand verschiedenster Siegel, Standards und Initiativen kontrolliert, abgesichert und nachgewiesen werden können. Dazu gehören die Mitgliedschaft beim BSCI, zum dem auch die Cybergroup gehört. Dem Konsumenten bekannt sind vor allem Namen wie das Fair Trade Label, der Global Organic Textile Standard GOTS und natürlich das Bio-Siegel. Auch bei der anschließenden Verpackung und Versandart gibt es nachhaltige Möglichkeiten, die Müll und CO2-Emissionen vermeiden.

 

Neben all diesen Aspekten muss das Produkt vor allem eins haben: Einen Nutzen für den Konsumenten. Denn ein Produkt, das zwar aus umweltfreundlichen Materialien besteht und nachhaltig produziert wurde, aber dann nur einmal genutzt und weggeschmissen wird, kann nicht nachhaltig sein – weder im Sinne des Konsumenten noch des Werbetreibenden.

 

Die endgültige Entscheidung für ein Produkt fällt im Einkauf, wo immer noch meist der Preis entscheidet. Viele Kunden erkennen aber mittlerweile, dass die Konsumenten kritischer sind und nicht mehr jeden Wegwerfartikel wollen. So kaufen sie nach Budget ein und nicht nach Menge: Eine geringere Stückzahl für einen höheren Stückpreis kann sich auszahlen, weil die hochwertigeren Artikel ihre Werbewirkung länger und intensiver entfalten.

 

Soll Nachhaltigkeit konsequent gelebt werden, betrifft sie die gesamte Wertschöpfungskette, was zeigt, wie komplex das Thema ist. Umfassende Infos finden sich auf spezialisierten Websites wie eco-promo.de, viele informative Artikel und Ideen aber natürlich auch bei WerbeART, sowie der WA, die ein eigenes, hochinteressantes Special zum Thema herausgebracht hat. Zudem befasst sich eine der kommenden Ausgaben wieder ausführlich mit dem Thema. Auch Cybergroup wird im Juli, dem Monat der Nachhaltigkeit, Produktideen rund um das Thema vorstellen.